Montag, 12. Dezember 2016

Kack Laptops und kaputte Speichermedien..

Eigentlich sollte hier schon laenger mal etwas neues dazu kommen, mein Laptop streikt aber zur zeit und leider sind einige videos unterwegs verloren gegangen.. je nachdem kommt bald mal irgendwie ein video dazu, momentan bin ich da aber eher wenig zuversichtlich.

Dienstag, 29. November 2016

Videos schneiden, Ausschlafen, Einkaufen und ordentlich Kochen:

Heute gibts leider nicht allzu viel zu berichten. Ich saß Gestern bis spät in die Nacht vorm Computer um die Videos zu Bearbeiten und diese Texte hier zu verfassen. Danach erstmal Schlafen bis 12. Den Tag langsam angehen lassen. Irgendwo ist es ja auch ein Urlaub, ne. Gegen 5 machte ich mich dann noch auf den Weg zum Markt, ein bisschen Gemüse, Fleisch, Brot, Zigaretten und Baterrien kaufen. Ah und Saft und Schokolade. Leider habe ich die GoPro vergessen, es war so ein krasses Feeling, man biegt in eine Straße ein, sieht ein paar Marktstände, läuft immer weiter und auf einmal ist man mittendrin. Die Einheimischen schauten mich teilweise sehr komisch an, andere grinsten als sie mich sahen, ein Bettler hielt mir die Faust vors gesicht und schrie irgendwas auf Arabisch. Ich ging da nicht weiter drauf ein, er auch nicht. So Menschen gibts ja überall, auch in good old Offenburg. Mit Händen, meinem Handy zum Zahlen schreiben und sehr schlechtem Französisch bekam ich aber alles was ich brauchte. Für umgerechnet 25 Euro habe ich 2 Liter Saft, eine große Tafel Milka Schokolade, ne Dose Erdnüsse, 2 Dosen Energie-Drink, ne Packung Batterien, einen Salat, zwei Hände voll Datteln, 8 Joghurts, eine Ananas, ein Bund Frühlingszwiebeln, nen Salat, 5 Karotten, drei Paprikas, 1 Zucchini, ne Hand voll Bohnen, Schwarze und Kalamate Oliven, scharfe Soße, 500g Hackfleisch, zwei Baguettes, ein kleines BIC-Feuer und ne Schachtel Camel-Zigaretten bekommen. So lässts sich leben. Wieder "zu Hause" angekommen machten wir uns langsam aber sicher ans Abwaschen und anschliesend ans Kochen. Es gab Reis mit gegartem Gemüse in Tomatensoße, dazu mit Zwiebeln und Knoblach angebratenes Hackfleisch und einen Kaki-Käse-Tomate-Gurken-Salat mit frischer Blattpetersilie. Richtig lecker war das! Danach noch ne Dokumentation über die Uhreinwohner des Amazonasgebietes, die bis Heute scheinbar noch nicht in Kontakt mit dem Rest der Weltbevölkerung kamen, kann ich sehr empfehlen, heißt "The forgotten Tribe" und ist auf Netflix zu sehen, dazu Datteln, Tee, Obstsalat und Schokolade.

Donnerstag, 24. November 2016

Hooligans, Kajaks & Flüchtlinge, die im Wald wohnen..

Heute sind wir früh losgezogen, um vor der Küste Nadors ne Runde Kajak zu fahren, eigentlich stand das Gestern schon auf dem Plan, aber besser spät als nie. Auf dem Weg dort hin liefen wir an einer Horde Fussball-Fans vorbei, scheinbar war heute ein größeres Turnier und es war ganz schön was los. Trotzdem, ab ins Taxi nach Nador, wir hatten schon zuviel getrödelt und nicht mehr all zu viel Zeit zum Kajak fahren. In Nador angekommen begegnete uns die nächste Besonderheit. Die Einheimischen feierten ein großes Straßenfest zu ehren der Unabhänigkeit von Spanien und Frankreich. Es lief laut Musik, überall waren Marokkanische Fahnen, ein paar Militärs standen spalier. Es war auch das erste mal, dass ich wirklich Kameras auf der Straße gesehen habe, eigentlich sehen die das hier nicht so gerne wenn man filmt oder Fotos schießt, weshalb ich das bis jetzt auch eher heimlich gemacht habe. An der Promenade standen ettliche kleine Autos für Kinder, SUV's, Trikes, Quads, Oldtimer, nur halt in Mini. Ein paar Kinder fuhren auch damit herum, war ein süßes Bild, aber viele standen einfach nur so herum, vielleicht weil es hier auch schon langsam kälter wird und die Leute eher andere Sachen unternehmen. Auf den letzten Metern zum Kajak, einem kleinen Steg aus Beton, saßen Fischer und flickten ihre Netze, dahinter waren die Boote festgemacht und schaukelten leicht zum Wellengang. Ein Bild wie aus dem Bilderbuch. Dazwischen wild lebende Katzen. Miaaaau. Der Typ vom Kajak-Club nahm uns freudestrahlend in Empfang, Cristina kennt ihn schon länger, er war sehr interessiert an uns und hatte sogar eine halterung für die GoPro am Kajak. Ohne Probleme stellte er uns kostenlos zwei Kajaks zur verfügung. Wir fahren schnell die Rettungswesten über und karperten die Schiffe, wie echte Piraten.. oder so ähnlich. Es war doch schon echt anstrengend, aber wunderschön im Takt die Paddel zu schwingen und mit einer Aussicht auf die Berge im kalten Wasser bei Sonnenschein ins offene Meer zu paddeln. Nach ca. einer Stunde taten uns die arme weh und wir änderten den Kurs zurück richtung Küste. Mittlerweile recht nass und ausgepowert wurde es dann doch eine Herausforderung, aber wir haben es geschafft und auf den letzten Metern gaben wir nochmal ordentlich Vollgas. Heile wieder an Land angekommen gabs erstmal einen Tee mit Minze, ne kleine Unterhaltung auf Englisch, Arabisch und Französisch und ne Kippe. Dann mussten wir auch schon weiter, es zogen ein paar Wolken auf und so nass wie wir waren wurde uns ziemlich kalt. Schnell heim, Klamotten wechseln und dann weiter richtung Flüchtlingslager. Ich sollte helfen einen Song auf zu nehmen, den die Jungs geschrieben und gepropt hatten. Es war ein seltsames Gefühl dort anzukommen. Anders als in Deutschland. Wenn wir in Deutschland von Flüchtlingen sprechen, meinen wir meist Menschen, die ihr Ziel schon erreicht haben, die in Notunterkünften, halbwegs nach Westlichem Standart, hausen und bereits eine lange Reise hinter sich haben. Bei uns geht es meist um Probleme mit der Migration, unterschiedliche Vorstellungen von Moral, Konflikte zwischen Welten. Das hier war anders. Ich erwartete traurige Menschen. Menschen, die vielleicht sehr zurückhaltend und schüchtern sind. Menschen, denen man das Leid ansieht, dass sie erlebt haben. Als wir ankamen sah ich eine Gruppe von Afrikanern am Straßenrand sitzen, einer spielte auf einer Trommel, einer tanzte, einer Sang in seiner Muttersprache, die Anderen versuchten die vorbei fahrenden Autos anzuhalten und vielleicht etwas zu Essen abzustauben. Auf den ersten Blick wirkten sie nicht traurig, nicht verstört und auch nicht ausgehungert. Sie grüßten mich sogar sehr herzlich und versuchten sich mit mir zu verständigen. Wahrscheinlich lag das auch daran, dass sie meine Begleiterin schon gut kannten und wussten, dass ich ihnen nichts böses will. Irgendwas seltsames lag trotzdem in der Luft. Ich stellte mich vor, wurde aufgefordert mit zu tanzen und gab mein bestes, allerdings ist Tanzen echt nicht gerade meine Stärke, sie nahmen es hin und versuchten mir kein schlechtes Gefühl zu geben. Nach kurzen Besprechungen wurde die Trommel eingepackt und wir trennten uns mit ein paar anderen von der Hauptgruppe, wanderten ein paar Meter weiter und fingen an den Song zu Proben. Der großteil der Gespräche wurde auf Französich geführt, weshalb ich nicht mitverfolgen konnte worum es ging, aber ich merkte, dass sie, als ich das Mikrofon auspackte, sehr zurückhaltend wurden und versuchte ihnen zu erklären, dass ich nichts machen möchte, was sie stört oder worauf sie keine Lust haben. Nach kurzem hin und her Übersetzen empfand ich die Situation wieder als gelassener. Ich lief mit dem Mikro in der Hand und den Kopfhörern im Ohr herum und suchte den besten Platz für das Mikrofon. Währendessen probten sie ihren Song, er ist wunderschön und geht schnell ins Ohr, ich hab zwar kein Wort verstanden, aber das Gefühl das rübergebracht wird ist echt mitreißend. Vielleicht kann ich ihn irgendwann mal hier posten, leider kann ich da noch nichts verprechen, weil sie sehr bedacht sind, was mit den Aufnahmen passiert und ich diesmal auch echt nur der Mensch mit dem Mikrofon war, je nach dem muss ich meine Aufnahmen auch wieder löschen nachdem ich sie bearbeitet habe. Es zog sich eine Weile, nach ungefähr 6 Durchläufen á 7 Minuten waren Alle bereit zum Recorden. Mittlerweile hatte ich mich etwas besser mit den Jungs verstanden, wir haben zusammen geklatscht, gesungen und sie waren ziemlich aus dem Häuschen als ich ihnen mein Mikrofon (Zoom H4n) erklärte und sie mithören lies, was ich da gerade versuchte aufzunehmen. Irgendwie schon echt seltsam, dass für uns so eine Technik nicht weiter nennenswert ist und das Ding vielleicht 130 Euro gebraucht auf eBay kostet, während manche von ihnen mehrere Tausend Euro in eine Reise nach Europa investieren, ohne zu wissen, ob sie überhaupt jemals ankommen und dabei soviele Umstände in Kauf nehmen müssen. Als wir zu dem Punkt kamen, dass ich gerade um die Welt reise, wie ich möchte, kippte die Stimmung, ich merkte, dass sie versuchten mir gegenüber nicht unfreundlich zu sein, aber ich merkte auch, dass sie sehr gekränkt und in Gedanken waren. Es wurde impulsiver, gefühlsgeladener, irgendwas zwischen Wut, Neid und dennoch aufgeschlossen, schließlich saß ich mit ihnen nicht weit von dem Ort an dem sie gerade, immer mit der Angst im Nacken, dass die Polizei kommen könnte, leben und wohnen. Immerhin versuchte ich zu verstehen, was sie da gerade durchmachen müssen. Wir rauchten gemeinsam eine Zigrette, sie rissen mir den Tabak förmich aus der Hand, ich lies sie machen, schenkte ihnen den Tabak, fragte sie nach ihrem bisherigen Leben und wie es ihnen gerade geht. Die Situation lockerte sich wieder. Einer sah mich verblüfft an und fragte ob der Tabak in Europa wirklich so teuer ist und wie zur Hölle sie da weiter Rauchen sollen. Wir lachten. Trotz den Verständigungsschwierrigkeiten nahm ich diese Menschen, die zwischen Bergen versteckt in Wäldern hausen, weil sie darauf warten irgendwann über einen Zaun zu klettern um möglicherweise nicht von der Spanischen Polizei gefasst zu werden und unter Qualen und Schmerzen eine Sammelstelle für Flüchtlinge in Melilla zu erreichen, um dann irgendwie von dort weiter über Spanien nach Europa zu flüchten, als sehr herzlich, unbegreiflich positiv und verdammt Stark wahr. Ich wüsste nicht, was ich an ihrer Stelle machen würde und ob ich den Mumm hätte, trotz all der negativen Ereignisse so zu lachen und darauf zu vertrauen, dass irgendwann Alles gut wird, "inschallah" (wenn Gott es zulässt) p.s. vielleicht noch kurz zur Erklärung: Melilla ist eine Spanische Enklave (ein Überbleibsel aus der Zeit, in der Marokko von den Spaniern konolianisiert wurde.) - "Melilla ist seit dem Jahr 1497 in spanischem Besitz; auch 1956 – nach der Unabhängigkeit Marokkos von den Kolonialmächten Frankreich und Spanien – blieben Melilla und das ebenfalls in Afrika gelegene Ceuta spanisch." - Wikipedia (Melilla)

Violencia Valla Melilla 2014 Violence The Fence Melilla 2014 from vdevalla on Vimeo.

Montag, 21. November 2016

Leere Busse in Marokko?!..

Unseren ersten Tag gingen wir ganz langsam an. Erstmal ankommen, ausschlafen, einkaufen. Eigentlich wollte Cristina uns mit zum Kajaken nehmen, aber sie musste dann spontan doch früher noch wo anders hin. Passte uns eigentlich ganz gut. Also machten wir uns alleine auf den Weg um uns ein paar marokkanische Sim-Karten und ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Gestern Abend noch recht leer, waren die Straßen auf einmal "etwas" belebter, überall wurden Sachen verkauft. Darunter auch einzelne Zigaretten, jede Menge Brot und Kanisterweise Wasser. Alle paar Meter ein Straßencafe. Ich war ja letztes Jahr schonmal in Tunesien, da sieht das so ähnlich aus, allerdings wurde mir jetzt erst bewusst wie "seltsaml" eigentlich diese Straßencafes sind. Wir sind an grob geschätzt 10 Cafes vorbei geloffen, allerdings saß in wirklich keinem davon eine Frau. Also entschlossen wir uns kurzer Hand einfach selber Kaffee zu kaufen, zum Glück hatten wir einen Espresso-Kocher im Rucksack. Aber trotzdem finde ich es mittlerweile echt Krass, wie sehr hier die Geschlechter getrennte Rollen haben, schließlich sind Cafes bei uns ein Sozialer treffpunkt für Alle, nicht nur für Männer. Aber vielleicht gehört es sich in dieser Kultur hier auch einfach so und die Frauen treffen sich wo anders um zu tratschen und sich gegenseitig neue Geschichten zu erzählen, ich werde berichten, sollte ich mehr darüber erfahren.
Nach unserer kleinen Shopping-Tour gings dann zurück in unser neues Zuhause, wir verstehen uns echt gut mit Cristina, sie arbeitet  unter anderem mit Flüchtlingen, die  versuchen über Melillla nach Europa zu immigrieren und macht mit ihnen gerade ein Projekt in dem sie auch einen Tech-Nerd wie mich ganz gut gebrauchen kann. Auch so sind wir ziemlich auf einer Wellenlänge, haben bis heute schon mehrere Stunden zusammen gejammt und echt viele gute Gespräche geführt. Als sie dann auch wieder Zuhause ankam machten wir uns recht schnell auf den Weg zum Meer. Marokkanisch natürlich. Erst mit dem Taxi raus aus Nador, dann mit einem Einheimischen, der so nett war uns mitzunehmen, weiter richtung Al Hoceïma. Als der allerdings abbiegen musste, warf er uns raus und wir mussten weiter laufen. Und wie wir so liefen und bei jedem Auto, das vorbei fuhr die Hand raushielten, kam auf einmal ein Bus auf uns zu gebrettert. Erstaunlicherweise hielt er auch sofort an. Wir rannten hin und waren ziemlich überrascht als wir einstiegen und sahen, dass wir neben dem Fahrer die einzigen in diesem Bus waren. Zu allem überfluss wollte er auch kein Geld haben und nahm uns einfach mal so mit =D. Ein paar Kilometer weiter musste aber auch er dann wieder abbiegen, zu irgendeinem neuen Hafen, den sie gerade bauten, scheinbar transportierte er Irgendwas zum oder vom Hafen weg. Wir wurden recht schnell dann wieder mitgenommen, kamen gut am Srand an und schwommen ein wenig im angenehm kühlen Wasser herum. Erfrischt und Nass machten wir uns auf den Weg zum Sidi Bu Said, einem Fisch-Restaurant direkt an der Küste, das wahrscheinlich nach dem gleichnamigen Ort in Tunesien benannt ist. Oder es heißt zufällig genau so. Auf jeden Fall war das Essen echt gut, man konnte sich den Fisch im Restaurant aussuchen, sogar wie viel man essen wollte, die haben das dann abgewogen und gefragt ob wir Salat und/oder Pommes dazu wollen und es ganz frisch für uns angebraten.
Mal wieder ziemlich vollgestopft und müde machten wir uns dann auch recht bald auf den Heimweg. Diesmal zum Glück mit nur einem Auto, zwei Einheimische hielten an, ich drehte ihnen ein Paar Zigaretten, der eine Trank ein Bier, es ging recht flott im Vergleich zu der Hinfahrt.

Freitag, 18. November 2016

Nador, Nador, Chaos & Couchsurfing


Am Flughafen in Nador angekommen hieß es erstmal ne gute halbe Stunde schlange stehen zur Passkontrolle. Als der Spass dann endlich vorbei war der erste Schock, der Geldautomat funktioniert nicht. Zwei andere Backpacker versuchten nach uns ihr Glück und scheiterten genauso wie wir zuvor, ohne Bargeld am Flughafen? Ehm... "Was ist jetzt eigentlich mit unserem Couchsurfer?" - Kein Internetzugang. Zum Glück kam in diesem Moment einer der Drei anderen Deutschen um die Ecke, der sich den Stress mit dem Anstehen nicht geben wollte und sich in der Zeit lieber mit einem Einheimischen auf einer Sitzbank unterhalten hatte. Bei ihm funktionierte der Geldautomat, er zeigte uns kurz wie es geht, alles gut. Aber moment, garnicht gut, immer noch kein Internet und somit auch keinen Schlafplatz für die erste Nacht. "Wie kommen wir überhaupt vom Flughafen nach Nador?" - Nach kurzem hin und her, stellte sich heraus, dass der gute Mann, der uns gerade noch mit unserem Geldproblem geholfen hatte auf Dienstreisen in Marokko unterwegs ist, seine Firma sowieso das Taxi zahlt und wir gerne bei ihm mitfahren können, vielleicht können wir ja dann in der Hotel-Lobby das Internet benutzen. Spitzenkerl. 'Ne gute halbe Stunde später saßen wir auf einem kleinen Sofa in der bisher größten und eindrucksvollsten Lobby unserer Reise. Immer noch kein Internet, aber schonmal Hoffnung zur Not einfach in diesem, oder vielleicht, des Geldes wegen, lieber in einem benachbarten Hotel einzuchecken. Kurz drauf kam unser Retter in der Not mit dem Wlan-Passwort zu uns und meinte, er würde mal eben an der Rezeption nachfragen, ob die nicht ein billigeres Hotel für uns wüssten. Erlebt man so auch nicht alle Tage =D. Naja, auf jeden fall hat das mit dem Couchsurfen dann zum Glück doch noch geklappt. Kurz einen Treffpunkt abgemacht, die Rezeption nochmal nach einer Wegbeschreibung gefragt und mit unserer ersten Bekanntschaft noch die Kontaktdaten ausgetauscht. Das Gespräch im Taxi war echt interessant und vielleicht können wir ja solange er noch in Nador ist mal gemeinsam was machen, wenn er nicht gerade Arbeitet. Also machten wir uns auf den Weg zum Treffpunkt. Einen ausgedruckten Google-Maps-Zettel in der Hand, spazierten wir mit unseren Rucksäcken durch die Sicherheitschleuse raus aus dem Hotel. Ein paar Minuten und den ersten echten Kontakt mit zwei Einheimischen, die uns mit Französisch, Arabisch und ihren Händen den Weg nochmal erklärten, später, kamen wir dann am vereinbarten Platz an. Cristina, eine Spanierin, die für ein Jahr in Marokko arbeitet, nahm uns erstmal mit zu einer Schawarma-Bude. Etwa zu vergleichen mit der Döner-Bude in Deutschland. Ziemlich vollgestopft und ausgepowert gings dann im Taxi zu ihr nach Hause. Allerdings nicht so wie man sich als Deutscher ein gewöhliches Taxi vorstellt. Wobei das Taxi ansich war sogar ein etwas älteres, aber echt schönes Mercedes-Modell. Das außergewöhnliche war eher die Anzahl der Passagiere. Neben dam Fahrer saßen noch 3 Marokkaner im Taxi, 2 auf dem Beifahrersitz, 1 ziemlich fülliger auf der Rückbank. Macht, den Fahrer mitgerechnet, 7 Leute in einem nach deutscher Norm wohl eher als "4-Sitzer" bezeichnetem Auto. Dazu laute Arabische Musik und ein Fahrstil der mich schwer an Need for Speed erinnerte. Das wars mal für den ersten Abend, auf der Couch angekommen wollten wir nur noch schlafen.

p.s. Die Videos gehören zwar zu den Posts, sind aber nicht ganz gleich geschnitten, hier und da fehlt mal ein Stück, was dann aber einen Post später am Anfang kommt oder der Akku war leer usw. - ich bitte das zu Entschuldigen, hoffe aber es macht trotzdem Spass sie an zu schauen und vielleicht ein bisschen Lust, die Welt mit offenen Augen zu erkunden! =)


Montag, 7. November 2016

So, die erste Woche ist rum... aka. Familie, Freunde, Bekannte & Fremde :

Letzten Freitag gings nach ner halben Stunde schlaf morgens um 11 ab in den Regional-"Express" nach Berlin, ca. 13 Stunden später, kurz vor Mitternacht war das erste Etappenziel erreicht. Berlin Hauptbahnhof, Freunde warteten schon am Gleis auf uns und nahmen uns in Empfang. Die Tage danach verliefen etwas ruhiger, nach ner Dosis Schlaf gings ab ins Katzencafe "Zur Mieze". Danach zu Simon Abendessen, dann zum alten Jodel-Hauptquartier. Abrissparty. Ausgeschlafen und mit nem leichten Kater packten wir unsere Rucksäcke zusammen und machten uns auf zur nächsten Couch. Dort angekommen gabs erstmal Waffeln, natürlich wie in Berlin üblich per Fahrradkurrier direkt zur Haustür. Montag besuchten wir noch meine Tante und am Mittwoch gings mit dem Fernbus weiter nach Rostock, meine Schwester besuchen. Donnerstag Mittag dann wieder in den Fernbus nach Frankfurt, 12 Stunden eingequetscht zwischen Bus-Sitzen und ein Zwischenstop in Hamburg. Vollkommen fertig von der Fahrt dann erstmal ins Hostel, Duschen und ein angenehm weiches Bett, purer Luxus nach so einer Woche... Freitag mussten wir dann recht früh wieder los um den Bus zum Flughafen noch rechtzeitig zu erwischen, hat aber alles geklapppt, und so gings dann um kurz nach Vier Nachmittags endlich in die Luft. Ryanair-Flieger richtung Nador, Marokko. Ehrlich gesagt waren wir mit zwei anderen "Deutschen" die einzigen in dem Flugzeug die nicht Arabisch sprechen konnten, ich saß mit einem älteren Marrokanischen Ehepaar in einer Reihe, nach ein paar Minuten gabs die ersten Tipps für Nador, ne Zimtschnecke und die ersten Arabisch-Kenntnisse inklusive. Wie es weiter geht kommt dann hoffentlich auch bald, und ja, das Video ist wahrscheinlich ziemlich langweilig, aber das gehört zu so einer Reise leider auch dazu =)

p.s. - sorry für den knappen Text, es war echt wenig Zeit zwischen all den Zug und Busfahrten. Ich versuche mal maximal ne Woche zwischen zwei Posts Abstand zu lassen, kann aber auch mal ne Woche ausfallen, je nach dem, und die Internetverbindung is auch nicht gerade die Beste.

Der Plan für die nächsten Monate

Offenburg -> Berlin
Berlin -> Rostock
Rostock ->  Frankfurt
Frankfurt ->  Nador (4 Wochen kreuz und quer durch Marokko)

- aktuell sind wir in Marokko, anfang Dezember gehts weiter!

Marrakesch -> London (3 Tage Zwischenstop)
London -> Amsterdam (Flieger wechseln)
Amsterdam -> Taipei, Taiwan (11 Stunden Zwischenstop, Stadtrundfahrt)
Taipei -> Brisbane (Flieger wechseln)
Brisbane -> Auckland (ca. 3 - 4 Monate Work & Travel in Neuseeland)